Kunst & Kultur

Wandmalereien mit Edeltraut Rath

Seit 2003 bildet der künstlerische Austausch einen wichtigen und lebendigen Teil des Vereins.
Die Bremer Künstlerin Edeltraut Rath organisierte zahlreiche Gemeinschaftsprojekte. Sowohl in Bremen als auch in Durban wurden, von Künstler*innen aus beiden Städten, Wandmalereien entworfen und umgesetzt.
Motivisch beziehen sich die bisher durchgeführten Wandmalereien auf Muster und Ornamente, da diese Zeichensprache in beiden Kulturen nonverbal verstanden wird und Menschen unterschiedlicher Nationalität miteinander verbindet. Außerdem knüpft diese Art der Wandmalerei an die Kunst der Ndebele und Malereien in Lesotho an, bei der Frauen ausschließlich mit geometrischen Formen und Mustern künstlerisch gestalten.

2012 Bremen
Gestaltung des Concordia-Tunnels in Bremen/Deutschland gemeinsam mit den Künstler*innen Nozipho Mbhele, Sthenjwa Luthuli, Mthobisi Maphumulo, Buhle Mbambo
2011 Durban
Gestaltung der Fassaden des BAT Centre, Durban/Südafrika gemeinsam mit den Künstler*innen Xolile Mazibuko, Nozipho Mbhele Philani Luthuli, Sthenjwa Luthuli, Mthobisi Maphumulo, Buhle Mbambo, Sphephelo Mnguni, Newell Nisibande, Clive Sithole
2008 Bremen
Fassadenmalerei der Grundschule an der Alfred-Faust-Straße in Bremen/Deutschland, in Zusammenarbeit mit den südafrikanischen Künstler*innen Xolile Prudence Mazibuko, Xoliswa Khumalo Thulebona Newell Nsibande, Bonginkosi Nxumalo, Sibonelo Sizwe Myeni und Bonginkosi Jeffrey Dlamini.
2007 Durban
Bemalung des Ekhaya Multi Arts Centre, Durban/Südafrika, gemeinsam mit acht Künstler*innen aus dem Township Kwa Mashu.
2003 Bremen
Bemalung des Schulzentrums und Gymnasiums Obervieland, Bremen/Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Künstler Joseph Manana.

Bremer Kunststipendium

Das Bremer Kunststipendium ist ein Stipendium für bildende Künstler*innen aus den Partnerstädten Bremens und wird seit 2004 gemeinsam von der Bremischen Bürgerschaft und der Bremer Heimstiftung vergeben. Neben Durban hat Bremen noch folgende offizielle Partnerstädte: Danzig (Polen), Riga (Lettland), Izmir (Türkei), Haifa (Israel), Dalian (China).
Das Stipendium bietet die Möglichkeit, Bremen, seine Kultur und seine Institutionen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Anregungen für die eigene künstlerische Arbeit zu sammeln. Der dreimonatige Aufenthalt wird mit einer Ausstellung im Haus der Bürgerschaft abgeschlossen. Bisher kamen 51 Künstler*innen aus den Partnerstädten durch das Stipendium nach Bremen.
Die Kuratorin Katerina Vatsella organisiert und betreut das Stipendium und hat in den vergangenen Jahren die Durbaner Künstler*innen, u.a. Malibongwe Shangase, Wonder Buhle Mbambo, Sthenjwa Luthuli, Sphephelo Mnguni und Khulekani Cele, mit dem Städtepartnerschaft Bremen Durban e.V. vernetzt. Der Austausch zwischen den Künstler*innen und den Vereinsmitgliedern lässt Freundschaften und Ideen für zukünftige Kooperationen entstehen.

Bericht des Bremer Kunststipendiat Sphephelo Mnguni

„Das Bremer Kunststipendium ist ein unglaublich wichtiges kreatives Programm, an dem ich mich geehrt fühle, teilgenommen zu haben. Ich habe noch nie zuvor einen Kunstaufenthalt gemacht, und das Kunststipendium 2019-2020 war mein erstes Stipendium für zeitgenössische Kunst.
Der Studienaufenthalt war nicht schwierig, weil ich meine gute Künstlerfreundin Edeltraut Rath 2010 in Durban, Südafrika, kennen gelernt habe.
Ich habe in Bremen eine Reihe von Künstlern und guten Leuten kennen gelernt, ich besuchte auch viele interessante Ausstellungen und künstlerische Veranstaltungen aller Art.
Das Atelier, das mir von der Residenz zur Verfügung gestellt wurde, ist größer als mein Atelier in Durban, das mir einen Raum ohne räumliche Einschränkungen für meine Präsentation bot, die in der Bremer Bürgerschaft stattfinden sollte.
Ich wünschte, meine Präsentation wäre am Abend gewesen, damit die Leute der Eröffnung beiwohnen konnten, aber sie fand stattdessen am Morgen statt, und der Veranstaltungsort war nicht gerade ein Kunstraum. Aber ich bin trotzdem für alles dankbar, ich hatte eine wunderbare Zeit.“

Sphephelo Mnguni

Internationales Symposium für Electronic Arts

2018 fand das renomierte „Internationale Symposium für Electronic Arts (ISEA)“ erstmals auf dem afrikanischen Kontinent statt, nämlich in Durban. Bremer Teilnehmer waren der Medienkünstler Lorenz Potthast und die Künstler*innengruppe Tentvision von Marion Bösen, Patricia Lambertus und Jürgen Amthor. Alle drei Künstler*innen waren 2016 an der Ausstellung There are places I remember in der Durban Art Gallery beteiligt.
Nach seiner Arbeit im BAT Centre beschäftigte Lorenz Potthast sich im Rahmen seines Master Projektes im Digitale Medien Studiengang an der HfK Bremen intensiv mit der Internetverbindung zwischen Bremen und Durban. Im Frühjahr 2017 unternahm er eine dreiwöchige künstlerische Forschungsreise durch Südafrika. Während dieser Zeit stellte er unterschiedlichste Nachforschungen an und analysierte mit einem selbst programmierten Emailserver die Datenverbindung zwischen Bremen und Durban. Er besuchte die Kabelstation in Mtunzini, an der das unterseeische SEACOM Internetkabel anlandet, welches ein Großteil des südlichen und östlichen Afrikas mit dem Internet verbindet, führte Interviews mit diversen Experten aus dem wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich und erarbeitete gemeinsam mit lokalen Künstlern spontan einen Beitrag für eine Ausstellung in der „TheOtherRoom“ Gallerie. Außerdem traf er sich mit Eric Aplegren, sowie Marcus Neustetter und Gabriella Peppas, den künstlerischen Leitern des ISEA2018.
Während der ISEA stellten die Bremer Künstler verschiedene Manifestationen ihrer Projekte aus, beteiligten sich an Workshops und suchten den Austausch zu lokalen Künstler*innen.

Ausstellungen

2021 Bremen
für das 10-jährige offizielle Städtepartnerschaftsjubiläum ist geplant, eine Ausstellung südafrikanischer Künstler*innen aus Durban in Bremen zu zeigen
2021 Durban
Die Künstlerinnen Mari Lena Rapprich, Sara Förster und Astrid Hesse werden mit ihrem Projekt „Dialogic Research“ einen 6 wöchigen Recherche- und Arbeitsaufenthalt in Durban durchführen
2016 Durban
„There are places I remember“, Durban Art Gallery
Große Multimedia Ausstellung von 13 Bremer Künstler*innen zum Thema Erinnerungsorte jenseits des Mainstreams.
2011 Bremen
„NOW look at me“, Kulturkirche St. Stephani
Zeitgenössische afrikanische Kunst mit Grafiken (aus dem Projekt „Art for Humanity“ des Kunstprofessors Jan Jordaan aus Durban/Südafrika), Fotografie, Skulpturen, Objekte und Malerei afrikanischer Künstler wie Owusu-Ankomah, Kara Walker u. a..
Kuratiert und organisiert von Edeltraut Rath
2004 Durban
„Target“, KZNSA Gallery
Einzelausstellung der Künstlerin Edeltraut Rath